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Schmerzen & Heilungsphase – Was du wissen solltest

Gerade beim ersten Tattoo – oder bei einer neuen Körperstelle – fragt man sich natürlich: Wie weh tut das eigentlich? Und halte ich das durch? Genauso wichtig ist aber auch die Frage, wie man ein Tattoo richtig pflegt, damit es schön abheilt.

Schmerzen gehören beim Tätowieren leider dazu. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich mit Betäubungscremes arbeite – habe mich aber bewusst dagegen entschieden. Zum einen ist Schmerz ein wichtiges Signal deines Körpers. Wenn es zu viel wird, zeigt er dir, dass eine Pause oder ein weiterer Termin sinnvoll ist. Ein Tattoo ist eine Belastung für den Kreislauf, und darauf sollte man hören.

Zum anderen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Tattoos ohne Betäubungscremes in der Regel gleichmäßiger und schöner abheilen.

Wichtig ist auch, vor dem Termin auf Alkohol und blutverdünnende Substanzen (z. B. bestimmte Medikamente) zu verzichten. Beides verdünnt das Blut. Das führt dazu, dass du während des Tätowierens stärker blutest – und je mehr die Haut blutet, desto mehr Farbe wird wieder ausgeschwemmt. Weniger Blutung bedeutet meist ein klareres, satteres Ergebnis. Wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, kläre bitte vorab ärztlich, ob ein Tattoo-Termin unproblematisch ist.

Großflächige Arbeiten wie z.B Blackwork sind definitiv intensiver – aber machbar. Mit ausreichend Schlaf, gutem Essen und etwas Zucker für den Kreislauf kannst du selbst viel dazu beitragen. Auch Stress oder – bei Frauen – der Zyklus beeinflussen das Schmerzempfinden. Während der Session hilft es, ruhig zu atmen und möglichst entspannt zu bleiben. Musik, ein Buch oder einfach Abschalten – alles ist erlaubt. Manche schlafen sogar ein, andere brauchen früher eine Pause. Beides ist völlig okay.

Nach dem Termin beginnt die Heilungsphase. In den ersten Tagen sind Rötung, Brennen und Empfindlichkeit normal – es ist schließlich eine frische Wunde. Sollte es jedoch stärker werden statt besser, kann eine Entzündung vorliegen. In diesem Fall melde dich bitte bei mir und suche ärztlichen Rat. Bei einer Entzündung sollte das Eincremen pausiert werden.

Nach 2–3 Stunden oder am nächsten Morgen kannst du die Folie entfernen und das Tattoo vorsichtig reinigen. Saubere Hände, vorsichtiges Abtupfen, anschließend dünn eincremen. Frische Luft ist am besten für die Heilung, Folie nur bei Bedarf (z. B. nachts oder bei der Arbeit).

In den nächsten Wochen solltest du dein Tattoo 2–3 Mal täglich dünn eincremen. Für etwa 6–8 Wochen bitte auf Sonne, Solarium, Baden, Schwimmen, Sauna und starke Reibung verzichten. Auch intensiver Sport in den ersten zwei Wochen ist nicht ideal, da starkes Schwitzen die Haut zusätzlich reizt. Duschen ist natürlich erlaubt – nur nicht zu heiß, nicht zu lange und ohne Shampoo direkt auf dem Tattoo.

Nach einigen Tagen beginnt sich die oberste Hautschicht zu lösen – das sogenannte Pellen. Bitte nicht kratzen. Danach sieht man, wie die Farbe in der Haut sitzt. Wirken einzelne Stellen heller, wurde dort eventuell etwas flacher gestochen – das lässt sich problemlos nachstechen (innerhalb der ersten sechs Monate kostenlos).

Ein zu tiefes Stechen ist grundsätzlich nicht korrigierbar, kommt bei sauberer und kontrollierter Arbeitsweise jedoch nicht regulär vor. Anzeichen wären verlaufende Linien (Blowouts) oder deutlich spürbare Vernarbungen. Leichte Erhebungen oder Glanz nach dem Pellen sind dagegen normal und Teil des Heilungsprozesses.

Juckreiz oder kleine Pickelchen können ebenfalls auftreten – unangenehm, aber normal. Wichtig ist, konsequent weiter zu pflegen, auch wenn das Tattoo oberflächlich schon gut aussieht. In der Tiefe heilt die Haut noch einige Wochen weiter.

Wenn du unsicher bist oder Fragen hast, melde dich jederzeit bei mir. Lieber einmal zu viel fragen als einmal zu wenig.

Fragen zur Pflege?

Ich begleite dich durch die gesamte Heilungsphase. Melde dich jederzeit bei mir – auch nach dem Termin.

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